

Auf den Weiden rund um Kerkingen auf der Ostalb halten Klaus Weng und sein Sohn Christoph eine Rinderrasse, die man hier nur selten zu Gesicht bekommt: Texas Longhorns.
Angefangen hat alles mit Christoph. Schon als kleiner Junge war er von den imposanten Rindern mit ihren weit ausladenden Hörnern fasziniert. Jahr für Jahr versuchte er seinen Vater davon zu überzeugen, selbst Texas Longhorns zu halten. Im Dezember 2020 wurde aus dieser Begeisterung Wirklichkeit und die ersten Tiere zogen auf dem Hof in Kerkingen ein.
Die Landwirtschaft war für Klaus dabei keineswegs Neuland. Er ist selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen und arbeitete mehr als 15 Jahre auf dem Hof seiner Eltern mit. Für die Texas Longhorns vertiefte er sein Wissen noch einmal, legte nebenberuflich die Gesellenprüfung als Landwirt ab und besuchte verschiedene Lehrgänge rund um Haltung und Umgang mit den Tieren.
Heute leben die Longhorns Sommer wie Winter draußen auf den Weiden der Ostalb. Sie fressen, was auf den Wiesen wächst, in der kalten Jahreszeit bekommen sie außerdem Heu. Die robuste Rasse ist für das Leben draußen gemacht. Im Sommer gibt es Schatten, im Winter einen trockenen Platz und eine frostfreie Tränke. Und weil es für Texas Longhorns kaum fertige Lösungen zu kaufen gibt, packen Vater und Sohn selbst an. Einen Unterstand für den Winter, eine überdachte Futterraufe und einen mobilen Unterstand, der im Sommer Schatten spendet, haben sie selbst geplant und gebaut. Immer abgestimmt auf das, was ihre Tiere brauchen.
Was mit der Begeisterung eines kleinen Jungen begann, ist heute ein gemeinsames Familienprojekt. Neben ihren Hauptberufen kümmern sich Klaus und Christoph Tag für Tag um ihre Longhorns. Mit viel Eigenarbeit, Wissen und Begeisterung betreiben sie in Kerkingen eine biologisch zertifizierte Tierhaltung, bei der das Leben draußen im Mittelpunkt steht.
📸 © Oliver Giers